Anlässe und Geschenke

Brautwäsche: 7 Fehler, die du vermeiden solltest

Braut in weißer Wäsche und Satin-Morgenmantel beim Getting Ready

Die häufigsten Fehler bei der Brautwäsche sind falsche Farbe, sichtbare Nähte, ein Klebe-BH ohne Probelauf, rutschende Strümpfe und Wäsche, die erst am Hochzeitstag zum ersten Mal getragen wird. Unter dem Brautkleid soll die Wäsche vor allem unsichtbar und viele Stunden bequem sein, schön darf sie trotzdem sein. Wer sie zur Anprobe mitnimmt und vorher einmal einen ganzen Tag trägt, ist auf der sicheren Seite.

Mara hatte alles durchgeplant: Kleid, Schuhe, Frisur, Tischordnung. Die Wäsche kaufte sie drei Tage vor der Hochzeit, weiß, mit zarter Spitze, genau so, wie sie es sich vorgestellt hatte. Beim Getting Ready zog sie das Kleid an, und ihre Trauzeugin sagte ganz leise: „Man sieht die Spitze durch.“ Am Ende fuhr die Mutter der Braut noch schnell los und kaufte etwas Hautfarbenes. Es ging gut aus, aber diesen Stress hätte sich Mara sparen können. Damit es dir nicht so geht, hier die sieben Fehler, die wir am häufigsten sehen.

Fehler 1 bis 3: Farbe, Nähte und Spitze am falschen Ort

Fehler 1: Reinweiß unter einem hellen Kleid. Weiß klingt logisch, ist aber unter dünnen Stoffen oft die auffälligste Farbe, weil es sich von der Haut abhebt. Unter Tüll, Chiffon und ungefütterter Spitze verschwindet ein Ton nahe deiner Hautfarbe am besten. Weiß funktioniert gut unter dichtem Satin, Mikado und gefütterten Kleidern.

Fehler 2: Sichtbare Nähte und Gummibänder. Unter einem eng anliegenden Meerjungfrauenkleid aus Satin zeichnet sich jede Kante ab, besonders im Blitzlicht. Hier sind nahtlose Slips mit lasergeschnittenen Kanten die sichere Wahl, gern mit höherem Bund, der den Bauch sanft glättet.

Fehler 3: Spitze unter dem falschen Kleid. Spitze ist wunderschön, kann sich aber unter glatten, engen Stoffen als Muster abdrücken. Unter einem weit schwingenden Prinzessinnenkleid ist sie dagegen kein Problem, weil an der Hüfte nichts anliegt.

Fehler 4: der BH passt nicht zum Schnitt des Kleides

Der Schnitt des Kleides entscheidet, welcher BH darunter funktioniert. Diese Übersicht hilft bei der Planung:

Kleid BH Slip
Meerjungfrau, Etui, Satin glatt, nahtlos oder ein Body nahtlos, gern High Waist
Tiefer V-Ausschnitt Plunge-BH oder Body mit tiefem Ausschnitt glatt bei engem Rock
Trägerlos, Corsage trägerloser BH oder Korsett Slip oder String
Rückenfrei Klebe-BH oder BH mit tiefem Rückenverschluss nahtloser String oder Slip
Weit, Prinzessin Spitzen-BH oder Set Spitze, High Waist

Für tiefe Rückenausschnitte gibt es besondere Lösungen, die wir ausführlich im Ratgeber Unterwäsche für ein rückenfreies Hochzeitskleid zeigen.

Fehler 5: der Klebe-BH ohne Probelauf

Ein Klebe-BH ist für rückenfreie und trägerlose Kleider oft die beste Lösung, er hat aber Ansprüche. Er löst sich am ehesten durch Schweiß, durch Bodylotion auf der Haut oder durch Cups, die zu groß sind. Lange Stunden, Tanzen und Sommerhitze sind der härteste Test. So beugst du vor:

  • Die Haut am Dekolleté am Morgen nicht eincremen und vor dem Anbringen von Öl und Lotion befreien.
  • Die Cupgröße genau wählen, zu große Cups halten schlechter.
  • Den BH vorher bei einer Feier oder einem warmen Tag ein paar Stunden testen.
  • Einen Ersatz in die Tasche der Trauzeugin packen.

Fehler 6: Strümpfe, die rutschen

Halterlose Strümpfe rutschen, wenn die Größe nicht stimmt oder das Silikonband auf eingecremter Haut keinen Halt findet. Beim Tanzen bis in die Nacht ist das besonders unangenehm. Teste die Strümpfe vorher über mehrere Stunden in Bewegung. Wenn sie rutschen, ist ein Strumpfhalter die zuverlässige Alternative: Die Strümpfe hängen an Clips und bleiben, wo sie hingehören. Und das klassische Strumpfband am Oberschenkel ist ein schönes Detail für den Brautstrauß- oder Strumpfbandwurf. Mehr zur Tradition liest du im Ratgeber Strumpfband zur Hochzeit.

Fehler 7: alles erst am Hochzeitstag zum ersten Mal tragen

Der größte Fehler ist eigentlich der einfachste: Wäsche, die du nie probegetragen hast. Ein Hochzeitstag dauert oft vom frühen Morgen bis tief in die Nacht, mit Sitzen, Stehen, Umarmen und Tanzen. Was nach zehn Minuten in der Umkleide angenehm war, kann nach zehn Stunden drücken. Deshalb:

  • Nimm die geplante Wäsche zu jeder Anprobe des Kleides mit, besonders zur letzten.
  • Lass dich im Tageslicht und mit Blitz fotografieren, um Durchscheinen zu erkennen.
  • Trag die Wäsche einmal einen ganzen Tag zu Hause, inklusive Sitzen und Tanzen in der Küche.
  • Kaufe nicht in letzter Minute. Ein paar Wochen Puffer nehmen viel Druck heraus, und ab 40 € ist der Versand gratis.

Ein letzter Tipp für die schönen Fotos vom Getting Ready: Ein leichter Morgenmantel aus Satin sieht wunderschön aus und schützt Haut und Wäsche, während Make-up und Frisur gemacht werden. Für die Hochzeitsnacht darf es dann gern ein zweites Set sein, verspielter und mit Spitze. Alles rund um diesen Tag findest du in der Kategorie Hochzeitsunterwäsche.

Häufige Fragen

Muss Brautwäsche weiß sein?

Nein. Unter einem hellen Kleid ist ein Ton nahe der Hautfarbe oft unsichtbarer als Weiß. Wer Weiß für die Tradition möchte, wählt ein Strumpfband oder ein Set für die Hochzeitsnacht.

Welcher Slip ist unter dem Brautkleid am besten?

Ein nahtloser Slip ohne sichtbare Kanten in Hautfarbe, bei engen Kleidern gern mit höherem Bund. Er bleibt auch nach vielen Stunden bequem.

Wann sollte ich die Brautwäsche kaufen?

Spätestens vor der letzten Anprobe des Kleides, damit du beides zusammen testen kannst.

Hält ein Klebe-BH den ganzen Tag?

Bei sauberer, unbehandelter Haut und passender Größe meistens ja. Teste ihn vorher und pack einen Ersatz ein.

Sylwia Grzyb

Die Redaktion des Zaletta-Ratgebers. Wir schreiben über Passform, Schnitte und Pflege von Wäsche, auf Basis von Produktdetails, Größentabellen und Fragen unserer Kundinnen und Kunden.

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