Schlafshorts sind kurze, locker geschnittene Hosen aus weichem Stoff, die du nachts allein zu einem Shirt oder als Teil eines Shorty-Pyjamas trägst. Sie halten dich in warmen Nächten kühler als eine lange Schlafanzughose, verdrehen sich nicht um die Beine und rutschen nicht hoch wie ein Nachthemd. Ob sie wirklich angenehm sind, entscheiden Stoff, Schnitt und Beinlänge.
Kennst du diese Nächte im Juli, in denen das Fenster offen steht und trotzdem kein Lüftchen ins Schlafzimmer kommt? Die lange Pyjamahose landet irgendwann am Fußende, die Decke gleich hinterher. Genau dann zeigt sich, warum so viele Frauen im Sommer auf Shorts umsteigen. Und weil man sich morgens trotzdem gern im Spiegel sieht, darf das Ganze auch hübsch aussehen.
Für wen sich Schlafshorts lohnen
Schlafshorts passen zu allen, die nachts schnell warm werden, sich oft umdrehen oder es nicht mögen, wenn Stoff an den Beinen klebt. Oberschenkel und Waden bleiben frei, der Körper gibt Wärme leichter ab. Auch in gut geheizten Wohnungen im Winter sind sie für viele die angenehmere Wahl.
Praktisch ist auch, dass du sie frei kombinieren kannst. Du schläfst gern im alten Lieblingsshirt oder in einem Top mit Spaghettiträgern? Dann brauchst du kein komplettes Set, sondern nur passende Schlafshorts. Am Sonntagmorgen sind sie gleichzeitig ein bequemes Outfit für Kaffee auf dem Balkon.
Welcher Stoff für warme Nächte?
Der Stoff entscheidet, ob du um drei Uhr nachts noch gut liegst. Jedes Material hat seine Stärken:
| Material | Gefühl auf der Haut | Gut für |
|---|---|---|
| Satin | glatt, kühl, fällt schön | warme Nächte, elegante Sets |
| Baumwolle | luftig, nimmt Feuchtigkeit auf | Alltag, wer nachts schwitzt |
| Viskose und fließende Jersey-Stoffe | leicht, weich, locker | Hochsommer, lockere Schnitte |
| Rippstrick und Samt | weich, wärmer, dehnbar | kühlere Nächte, Homewear |
Satin-Shorts fühlen sich beim Hineinschlüpfen angenehm kühl an und sehen zusammen mit einem Spitzentop schon fast nach Dessous aus. Wer nachts eher schwitzt, ist mit Baumwolle besser beraten, weil sie Feuchtigkeit aufnimmt. Mehr zu Stoffen für heiße Tage liest du im Ratgeber über sommerleichte Unterwäsche.
Schnitt und Länge: darauf kommt es an
Eine Schlafshorts soll nicht eng anliegen wie eine Sporthose. Ein weiter Beinabschluss lässt Luft zirkulieren, ein abgerundeter Saum an der Seite gibt Bewegungsfreiheit, wenn du die Knie anziehst. Der Bund sollte elastisch, aber weich sein, damit er in Seitenlage nicht drückt. Ein Bindeband zum Nachregulieren ist ein kleines, aber feines Detail.
- Sehr kurz: besonders luftig, eher für heiße Nächte und zum Kombinieren mit einem Top.
- Mittellang bis zur Oberschenkelmitte: der Klassiker, rutscht beim Drehen nicht hoch.
- Locker und etwas länger: angenehm, wenn du dich auch tagsüber zu Hause darin bewegen willst.
Bei der Größe gilt: lieber nicht zu knapp. Wenn du zwischen zwei Größen schwankst, wähle bei Schlafshorts die größere. Wie du Größe und Schnitt bei Nachtwäsche allgemein triffst, erklärt der Beitrag Pyjama, der zu dir passt.
Shorty-Pyjama: das Set mit Top oder Shirt
Wenn du es abgestimmt magst, ist ein Shorty-Pyjama die einfachste Lösung. Top und Shorts aus demselben Stoff, oft mit Spitzenkante oder Schleife, wirken sofort stimmig. Ein Set mit T-Shirt ist eher für den Alltag gedacht, eines mit Spaghettiträgern und Spitze für Abende, an denen du dich ein bisschen schöner fühlen willst. Viele Modelle findest du bei den Pyjamas und den Schlafanzug-Sets.
Auch als Geschenk funktioniert ein Shorty-Set gut, weil die Passform bei lockeren Schnitten unkompliziert ist. Und für einen Mädelsabend mit Übernachtung ist es ohnehin das Outfit der Wahl, Ideen dazu gibt es im Beitrag über die Pyjamaparty.
So bleiben deine Schlafshorts lange schön
Satin wäschst du am besten im Schonprogramm und auf links, damit die glänzende Seite nicht aufraut. Baumwolle verträgt mehr, trotzdem bleibt die Form mit niedriger Temperatur länger erhalten. Lass Spitzenkanten an der Luft trocknen und bügle Satin nur auf niedriger Stufe von links. Wer zwei oder drei Paar im Wechsel hat, kommt auch durch eine lange Hitzewelle ohne Waschstress.
Wenn der Sommer vorbei ist, müssen die Shorts nicht in die Schublade. Mit einem langärmeligen Shirt, Socken und einem Morgenmantel darüber kommst du auch durch kühlere Abende.
Häufige Fragen
Sind Schlafshorts besser als ein Nachthemd?
Das ist Geschmackssache. Shorts rutschen beim Umdrehen nicht hoch, ein Nachthemd ist dafür luftiger am Oberkörper. Viele wechseln je nach Jahreszeit.
Welcher Stoff ist bei Hitze am angenehmsten?
Satin fühlt sich kühl an, Baumwolle nimmt Feuchtigkeit gut auf. Wer stark schwitzt, wählt eher Baumwolle.
Trägt man unter Schlafshorts einen Slip?
Das entscheidest du selbst. Viele schlafen ohne, wer lieber etwas darunter trägt, nimmt einen weichen Baumwollslip.
Welche Größe bei Schlafshorts?
Deine übliche Größe, im Zweifel die größere. Lockerer Sitz ist nachts angenehmer als eng.


