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Push-up-Leggings: was sie können und worauf du achten solltest

Frau in schwarzen Push-up-Sportleggings mit hohem Bund beim Training

Push-up-Leggings sind eng anliegende Leggings, die den Po durch eine besondere Schnittführung optisch anheben und runder wirken lassen, etwa durch eine V-Naht, eine Raffung an der hinteren Mitte oder eine gezielte Strickstruktur. Dabei verändern sie nicht deinen Körper, sondern die Art, wie der Stoff am Po sitzt. Wie gut der Effekt wirkt, hängt von drei Dingen ab: Konstruktion, Stoffdichte und der richtigen Größe.

Julia hatte zehn Paar Leggings im Schrank und mochte keins davon wirklich. Bei allen saß die Naht hinten genau in der Mitte, der Po wirkte flach, und nach dem Training war der Stoff an den Knien ausgebeult. Dann zog sie zum ersten Mal ein Paar mit Raffung an der hinteren Naht an. Dann drehte sie sich vor dem Spiegel einmal um und musste lachen, weil ihr Po plötzlich so aussah, als hätte sie die letzten Monate fleißig Kniebeugen gemacht. Hatte sie nicht. Aber sie ging seitdem tatsächlich öfter zum Training.

Was können Push-up-Leggings und was nicht?

Push-up-Leggings arbeiten wie ein Push-up-BH, nur für die untere Körperhälfte. Normale Leggings haben eine gerade Mittelnaht, die den Po oft flach drückt und zwischen die Pobacken rutschen kann. Bei Push-up-Modellen ist das Rückenteil geformt, und die Nähte führen den Stoff so, dass er den Po von unten stützt. Das Ergebnis: Er wirkt höher und runder, ohne dass der Stoff einschneidet.

Was sie nicht können: Muskeln aufbauen oder das Training ersetzen. Die Leggings verändern die Optik, solange du sie trägst. Wenn du dich darin wohlfühlst und deshalb lieber trainierst, ist das ein schöner Nebeneffekt.

Welche Arten von Push-up-Leggings gibt es?

Art So funktioniert sie Wirkung
Mit V- oder Herznaht Naht unter dem Po hebt und trennt ihn optisch von den Oberschenkeln natürlich, vielseitig
Scrunch-Leggings Raffung entlang der hinteren Mittelnaht deutlich runder, auffälliger Look
Nahtlos mit Struktur Zonen mit unterschiedlicher Kompression, oft Rippen- oder Wabenmuster formend ohne sichtbare Nähte
Mit Polstern dünne, eingenähte oder herausnehmbare Pads mehr Volumen, eher für den Alltag

Modelle mit Push-up-Effekt und hohem Bund findest du bei den Sportleggings.

Welche Leggings passt zu deiner Figur?

Push-up-Leggings stehen fast jeder Figur. Mit ein paar Hinweisen findest du schneller dein Modell:

  • Birnenform: Eine V-Naht in einer dunklen Farbe hebt den Po, ohne die Hüften breiter wirken zu lassen.
  • Sanduhr: Jede Variante passt, auch Scrunch, weil sie die natürlichen Kurven betont.
  • Apfelform: Ein hoher, breiter Bund glättet den Bauch, dazu eine dezente Formung am Po.
  • Gerade Figur: Raffung oder Struktur schafft Rundungen dort, wo du mehr Form möchtest.

Viele fragen, ob Leggings dicker machen. Helle, glänzende Stoffe und quer verlaufende Muster können die Oberschenkel breiter wirken lassen. Wenn du das vermeiden willst, wähle matten Stoff, einen dunklen Ton und einen hohen Bund.

Material und Größe: worauf du achten solltest

Gute Sportleggings bestehen aus einem dichten Strick mit Elasthan-Anteil, der nach jeder Bewegung in seine Form zurückspringt. Mach im Laden oder zu Hause den Kniebeugen-Test: Geh tief in die Hocke vor einem hellen Fenster. Wird der Stoff am Po durchsichtig, ist er zu dünn oder die Größe zu klein. Ein nahtloses Vorderteil verhindert, dass etwas einschneidet, ein breiter Bund bleibt auch beim Laufen an seinem Platz.

Bei der Größe gilt: lieber passend als eng. Eine zu kleine Leggings zieht die Raffung glatt, und der Push-up-Effekt verschwindet. Ist sie zu groß, wirft sie am Knie Falten. Orientiere dich an deinem Hüft- und Taillenumfang und an der Größentabelle.

Fürs Gym, für Yoga oder für den Alltag?

Für intensives Training eignen sich Modelle mit V-Naht oder nahtloser Struktur am besten, weil sie nichts verrutschen lassen und der Stoff atmen kann. Leggings mit Polstern sind eher etwas für den Alltag, zum Bummeln oder für die Reise. Scrunch-Modelle sind beim Pilates und im Gym beliebt, wirken aber auffälliger, also eher etwas für Mutige.

Komplett wird das Outfit mit einem passenden Oberteil aus den Sport-BHs oder Sporttops. Wie stark der Halt dabei sein sollte, liest du im Ratgeber Die besten Sport-BHs. Und wenn du den Effekt auch unter Jeans oder Kleid möchtest, ist ein Push-up-Slip die bessere Wahl als eine Leggings. Mehr dazu im Artikel Push-up-Slip: so formt er den Po.

Pflege, damit der Effekt bleibt

Dreh die Leggings vor dem Waschen auf links, wasche sie bei 30 Grad ohne Weichspüler und lass sie an der Luft trocknen. Weichspüler legt sich auf die Fasern, und der Trockner macht das Elasthan müde. Dann verliert der Stoff an Spannkraft und mit ihm der Push-up-Effekt.

Häufige Fragen

Machen Push-up-Leggings den Po wirklich größer?

Nur optisch. Durch Schnitt und Raffung wirkt der Po höher und runder, solange du die Leggings trägst.

Sind Scrunch-Leggings fürs Training geeignet?

Ja, wenn der Stoff dicht und elastisch ist. Solche Modelle sind im Gym und beim Pilates sehr beliebt.

Welche Größe nehme ich bei Push-up-Leggings?

Deine echte Größe nach Taille und Hüfte. Zu eng zieht die Raffung glatt, zu weit wirft Falten.

Werden Push-up-Leggings beim Bücken durchsichtig?

Gute Modelle nicht. Mach den Kniebeugen-Test vor einem hellen Fenster, dann weißt du es sicher.

Sylwia Grzyb

Die Redaktion des Zaletta-Ratgebers. Wir schreiben über Passform, Schnitte und Pflege von Wäsche, auf Basis von Produktdetails, Größentabellen und Fragen unserer Kundinnen und Kunden.

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